Lojong-Übungen zum Entwickeln von Mitgefühl und Furchtlosigkeit
Übe dich in den drei Schwierigkeiten:
- Übe im Erkennen der eigenen neurotischen Verhaltensweisen als neurotische Verhaltensweisen.
- Übe das Nichtwiederholen dieser Verhaltensweisen. Wir versuchen vielmehr, die neurotischen Gewohnheiten zu durchbrechen.
- Übe, daraus einen Lebensweg zu machen.
Wende ständig die fünf Kräfte an, sie sind die Herzunterweisung.
Bei den fünf Kräften handelt es sich um:
- Die Kraft des Entschlusses. Fasse den festen Entschluss, dich in der Öffnung von Herz und Geist zu üben.
- Die Kraft der Gewöhnung. Mache dich mit geeigneten Methoden, zum Beispiel der Tonglen-Praxis, vertraut, die dir bei der Umsetzung dieses Entschlusses helfen.
- Die Kraft der positiven Samen. Sie liegt in dir selbst. Sie zeigt sich in dem Wunsch zu praktizieren und zu erwachen.
- Die Kraft der Zurückweisung. Obwohl westliche Dharmaschüler mit diesem Punkt meist Schwierigkeiten haben, ist er sehr wichtig. Diese Kraft lässt die Einsicht reifen, dass jedes Haften am eigenen Ich Leiden zur Folge hat. So finden wir immer mehr Gefallen an aufrichtiger Selbsterforschung und erkennen, wo wir nicht weiterkommen.
- Die Macht des Wunschgebets. Du entwickelst den Wunsch, das Leiden der Welt zu lindern, und drückst diesen Wunsch entsprechend aus.