Poesie des 17. Karmapa
Der Mond der Glückseligkeit
Dieser junge weiße Mond, Schatzhaus des Geistes, glänzt mit seinen Zeichen und Merkmalen.
Ein hörbarer Nektar lässt die süße Melodie der Lehren erklingen, die zu Reife führen und befreien.
Möge ein Freude spendender Nektar-Regen aus diesem Mond großer Glückseligkeit über, unter und auf dieser Erde, Glück verheißende Herrlichkeit aufscheinen lassen.
Anmerkungen:
Dieses reich verwobene Gebet gehört zu der Tradition von Tashi- oder Wunschgebeten oder Glück verheißenden Gebeten, die als Teil der Widmung am Ende einer Praxis stehen. Die angestrebte Wirkung besteht darin, das Universum erstrahlen zu lassen; alle Verdienste und alles Gute sollen sich überallhin ausbreiten. Mit Zeichen und Merkmalen sind die speziellen eines Buddha gemeint. Die Lehren, die zur Reife führen und befreien, beziehen sich auf das Vajrayana.
Quelle: S. H. XVII Karmapa Ogyen Trinley Dorje – Augenblicke der Erleuchtung, Teil II