Kagyu Samye Dzong Kirchheim e.V.

Über die Natur des Geistes

Die Natur des Geistes ist transparent, klar, unbegrenzt, bedingungslos. Wenn wir daran glauben, sind alle Gefühle wie Angst und andere Erfahrungen nur Ängste ohne wahre Natur.

Die negative Seite des Geistes offenbart sich, wenn wir nicht die reine Natur sehen. Das führt zu Schleiern der Negativität. Die wahre Natur der Negativität ist Reinheit Die Reinheit nicht zu realisieren und weiter an der Unreinheit anzuhaften, erzeugt negative Empfindungen, Erfahrungen, Gefühle im Körper.

Wir haben Ketten von Gedanken. Wir glauben, Gedanken wären solide, unterscheiden den ersten, zweiten, dritten Gedanken. Aber wären Gedanken solide, bräuchten wir für sie einen Lagerplatz. Aber Gedanken sind nicht solide, sie sind nur Erfahrungen, nicht solide. Probleme, Depressionen usw. sind nicht sichtbar. Wenn wir an etwas anhaften und dann Veränderung erleben, ängstigen wir uns.

Die Natur des Geistes ist transparent, leuchtend, aber bedeckt mit verschiedenen Formen der Ignoranz. Wir erleben unsere Sinne. Wir halten an ihnen fest, zum Beispiel an einem Bild oder der Erfahrung einer Blume. Sie sieht wunderbar aus, sie gefällt uns, Verlangen entsteht. Störende Gefühle entstehen nur durch unsere Anhaftung an etwas. Von Natur aus ist nichts solide, alles ändert sich ständig. Erfahrungen sind wie ein fließender Fluss. Hast du Angst, setze dich still hin, werde nicht geschäftig, versuche nicht das Problem zu vergessen. Ein Weg, ein Problem zu lösen ist, es fließen zu lassen, es zu beobachten als würdest du fernsehen. Versuche nicht, das Problem zu erfahren, zu erfühlen, sondern beobachte es. Betrachte es wie einen Film im Fernsehen. Dann ist die Emotion oder das Leiden nicht mehr so real. Der Geist ist rein und schön. Negativität ist wie die Wolken. Negative Emotionen werden stärker, wenn wir an ihnen anhaften, die Schleier werden dichter.

Buddhistische Meditation lehrt uns:

Schau nicht zurück in die Vergangenheit, plane nicht die Zukunft. Was immer in diesem Moment erscheint, lasse es frei kommen und gehen. Wende dies im täglichen Leben an mit allen störenden Gefühlen, die auftauchen. Wenn wir sie frei kommen und gehen lassen, werden sie sich selbst lösen. Die Vergangenheit oder die Zukunft zu jagen, ist wie einen Schatten zu jagen. Am Ende wird der Schatten stärker sein als man selbst. Alles fängt mit der Bezeichnung oder der Bedeutung an, die wir dem Schatten geben. Der Weg, um das aufzulösen, ist zu sitzen, zu beobachten und nicht zu bewerten.

  • Teaching angelegt von Frank
  • letzte Bearbeitung am: 8. Juli 2024