An Hindernissen wachsen lernen
Täglich erfahren wir Neues, haben viele verschiedene Erfahrungen, Empfindungen, und erleben uns selbst in unterschiedlichen Umgebungen und Lebensweisen. Jeden Tag begegnen wir anderen Menschen und haben die Chance, dazu zu lernen – unsere Ausbildung endet in diesem Sinne nie. Die wahre Herausforderung liegt darin, den Geist so zu trainieren, stabil in der Balance zu bleiben, während unaufhaltsam Veränderung geschieht. Dabei müssen wir den alten Verhaltensmustern nicht folgen, die wir verinnerlicht haben, und uns wie abgerichtete Mäuse in einem Labor verhalten.
Im Allgemeinen fällt es uns leichter, uns auf Bedingungen einzustellen, wenn uns die Umstände vertraut sind. Sind wir aber nicht auf eine Veränderung vorbereitet, verhalten wir uns oft panisch und reagieren unangemessen oder verwirrt. Dies hat mit der Unfähigkeit zu tun, sich plötzlich auf eine neue Situation einzulassen. Doch dies kann sich ändern, je mehr wir den Geist zu verstehen lernen. Im Laufe der Schulung wird unser Geist flexibler und es wird möglich, die gewohnten Verhaltensmuster zu überwinden.
Eine kontemplative Herangehensweise entwickeln
Dabei lernen wir zu sitzen und zu beobachten, was auch immer geschieht. Wenn uns Kollegen oder Freunde kritisieren oder schlecht über uns reden, fühlen wir uns normalerweise gleich verletzt, werden ärgerlich und fangen an, uns zu verteidigen.
Können wir uns erinnern, dass alle Geräusche wie Echos sind, also nicht solide, hilft es, unsere Haltung zu verändern und zu denken: „Oh, das ist sehr hilfreich. Meine Schwächen sind der Grund für meine Schwierigkeiten, die nun für mich aufgedeckt wurden. Nun sind sie nicht länger verborgen. Welche eine gute Gelegenheit und grundsätzlich eine Ursache für Glück!“ Wenn wir diese Haltung annehmen können, schenkt uns jede Situation im Leben die Möglichkeit, zu lernen und zu wachsen.
Lernen, transparent zu sein
Außerdem können wir darüber reflektieren, wie wir sind und wie wir bis jetzt gelebt haben. Meistens neigen wir dazu, Fehler zu verstecken und unsere negativen Seiten zu verbergen. Aber nun sind wir ehrlich zu uns, gestehen unsere Schwächen ehrlich ein und akzeptieren unsere Fehler. Wir versuchen nicht mehr, einen guten Eindruck zu machen und unsere schlechten Seiten zu verstecken. Wir tun dies mit dem Verständnis, dass es ein Training ist, um zu wachsen und frei zu werden. So können wir allmählich alle Gefühle von Schuld, Versagen, Selbstkritik überwinden.
Das Gute in den anderen sehen
Ein weiterer Schritt ist, dass wir versuchen, das Positive und Gute in anderen Menschen zu sehen, nicht ihre negative und unangenehme Seite. Wenn wir über andere reden müssen, folgen wir diesem Prinzip. Wir reden über die guten Qualitäten in anderen und geben unsere eigenen Schwächen und Fehler zu. Es wird gesagt, dass man äußerst vorsichtig mit Kritik umgehen sollte, aber nie genug Loben kann.
Jeden Tag und zu jeder Zeit üben
Wir lernen, jegliche Erfahrung, die auf uns zu kommt, willkommen zu heißen, egal ob gut oder schlecht, und dass wir aus allem lernen können. Zum Beispiel, wenn uns jemand ärgert, können wir dem Menschen dankbar sein und überlegen: „So habe ich die Gelegenheit, Geduld zu entwickeln.“ Jeder negative Umstand oder jeder negative oder positive Gedanke bietet die Gelegenheit, uns zu verbessern.
So sollten wir ständig üben und nicht nur ein paar Tage lang. Wir erzeugen damit eine neue Haltung zum Leben: „Was immer mir das Leben serviert, ich werde es willkommen heißen. Was immer ich an Gutem oder Schlechtem erlebe, ich werde es willkommen heißen! Ich kann daran wachsen. Ich kann lernen, an widrigen Umständen zu wachsen.“
So schwächen wir die Neigung des Geistes, ausschließlich auf Negativem zu verweilen und das Positive zu ignorieren. Der Geist kommt in Balance und wird glücklich.